Matratzen

 

Welcher Matratzen-Typ sind Sie?

Die einen schwören auf Schaummatratzen, andere bevorzugen Matratzen aus Federkern oder Latex. Hier erfahren Sie auf einen Blick, was die einzelnen Matratzenarten auszeichnet.

Kaltschaum-Matratzen: Verfügen über eine sehr hohe Punktelastizität und passen sich optimal dem Körper an. Dadurch bieten sie einen hervorragenden Liegekomfort. Allerdings ist Schaum nicht gleich Schaum! Es gibt wichtige Qualitätsmerkmale die beim Kauf einer Kaltschaum-Matratze beachtet werden sollten:

  • Das Raumgewicht (=Materialdichte) – Dies ist der wichtigste Qualitätspunkt, denn je höher das Raumgewicht, desto länger haben Sie Freude am Schlafkomfort Ihrer Matratze. Wir raten deshalb für Erwachsene auf ein Minimum RG von 50 zu achten. Dadurch steigert sich nicht nur die Haltbarkeit, sondern auch der Liegekomfort, sowie die Rückstellkraft. Am besten sind hier sogenannte „Pur-Schäume“ mit einem RG 70.
  • Die Stauchhärte – Dies ist ein Begriff, der innerhalb einer Schaumklasse darstellt, welcher Härtegrad angeboten wird. Je nach Hersteller heißt es entweder H1 – H4 oder extra-soft, soft, medium, fest oder extra-fest. Achten Sie aber immer darauf, dass z.B. „fest“ nicht gleich „fest“ ist. Je nach Matratzenaufbau und Schaumklasse kann sich „fest“ viel weicher oder fester anfühlen. Wir helfen Ihnen gerne, die „richtige“ Festigkeit für Sie zu finden.
  • Schadstofffreiheit – Ein sehr wichtiger Aspekt, denn die Schadstofffreiheit sagt etwas über die Verträglichkeit einer Matratze aus, z.B. ob Sie für Allergiker geeignet ist. Bei uns erhalten Sie nur Matratzen, die das Öko-Zertifikat 100 besitzen, die in der bestmöglichen Stufe 1 für Babys geeignet sind.
  • Matratzenkernhöhe – Der Liegekomfort lässt sich wesentlich durch die Bauhöhe einer Matratze steigern. Wir raten zu einer Mindestkernhöhe von 16 cm. Hinzu kommt noch der Bezugstoff, welcher in der Regel zwischen 3-4 cm misst. Somit hat eine gute Matratze eine Mindest-Gesamthöhe von 19-20cm.
  • Offenporigkeit – Dies ist wichtig für den Luft- und Feuchtigkeitsaustausch. Es wird in Regel durch individuelle Schnittprofile in der Schaumoberkernfläche erzielt, sowie durch eingebaute Lüftungskanäle in der Matratze.

Viskoelastische Matratzen: Bei dieser Art von Matratzen handelt es sich ebenfalls um eine Schaumklasse. Sie bestehen zum Teil aus Memory Foam (zu Deutsch in etwa „Schaum mit Erinnerungsvermögen“). Durch den Einfluss der Körperwärme gefolgt vom Einsinken in die Matratze passen sie sich dem Körper der ruhenden Person an. Nach der Veränderung der Liegeposition wird Sie verzögert in die ursprüngliche Form zurückgestellt. Dies hat je nach Häufigkeit des Wechsels der Schlafposition gewisse Vorteile, aber eher Nachteile, da z.B. durch die Körperwärme sämtliche Stützwerte von dem Visko-Schaum verloren gehen.
Zum Schwitzen neigende Menschen empfinden viskoelastische Matratzen oft als zu warm, vor allem wenn der Matratzenbezug keine ausreichende Luftzirkulation bietet. Heute werden viskoelastische Matratzen meist aus einer unteren Lage gewöhnlichen Schaum und einer oberen Lage „ Formgedächtnisschaum“ hergestellt.

Federkern: Die innere Struktur von Federkernmatratzen besteht aus einem Stahlfederkern. Ein Bonnellfederkern besteht aus Stahlfedern mit taillierter Form, die durch eine Spirale miteinander verbunden sind. Andere Formen sind Leichtfederkerne oder Federkerne aus Endlosfedern mit mehreren Federn kleineren Durchmessers, deren Endringe im Gegensatz zur Bonnellfeder nicht geschlossen sind, deswegen ist er im Vergleich weniger elastisch. Außerdem spielt die Anzahl der Federn eine große Rolle, diese bestimmen unter anderem das Liegegefühl und die Anpassung des Schläfers.

Taschenfederkern: Hier werden einzelne Federn in Reihen von Stofftaschen eingenäht. Diese Reihen sind zu einer Fläche in Matratzengröße verklammert oder verklebt. Dadurch weist er eine gute Punktelastizität auf. Den höchsten Komfort bietet jedoch die Tonnentaschenfederkernmatratze, bei der die Metallfedern eine bauchige Form haben und dadurch flexibler als Taschenfederkernmatratzen sind. Bei einem Taschenfederkern sind verschiedene Materialien als Polsterung möglich. Eine Filzplatte oder ein dünnes Vlies (bei günstigen Matratzen) dienen als Polsterträger. Dies soll die Polsterung davor bewahren, von den Metallfedern durchgerieben zu werden. Die Polsterung besteht aus Schaumstoff, darauf liegt der Bezug. In diesen ist häufig Polyesterfaservlies, Baumwollfaser, Schurwolle oder Rosshaar eingesteppt. Der Bezugstoff für diese Matratzen besteht zumeist aus Baumwolle oder einem Baumwolle-Viskose-Gemisch.

Vorteile:

  • Federkernmatratzen haben ein gutes Schlafklima, da die eindringende Feuchtigkeit während der Benutzung später unproblematisch an die Außenluft abgegeben wird. Schimmelbildung ist daher kaum ein Thema.
  • Moderne Federkernmatratzen, wie viele der Taschenfederkernmatratzen, bieten von Kopf bis Fuß verschiedene Zonen an, um den unterschiedlichen Gewichten der Körperteile und Einsinktiefen gerecht zu werden. Meist sind es fünf oder sieben Zonen.
  • Schlichte Federkernmatratzen sind kostengünstiger, Taschenfederkern- und Tonnentaschenfederkerne sind bei besserer Qualität teurer.
  • Federkernmatratzen sind robust und behalten viele Jahre ihre ursprüngliche Form, soweit es die Metallkonstruktion betrifft.
  • Hochwertige (Tonnen-)Taschenfederkernmatratzen haben eine gute Punktelastizität.

Nachteile:

  • Einfache Federkernmatratzen bieten keine Punktelastizität, d.h. die Einsinktiefe problematischer Körperzonen wie Schulter und Becken ist nicht optimal. Der Liegekomfort kann darunter stark leiden. Diese Nachteile gelten nicht für hochwertige (Tonnen-) Taschenfederkernmatratzen, die dagegen eine gute Punktelastizität aufweisen.
  • Federkernmatratzen sind weniger geeignet in Kombination mit verstellbaren Lattenrosten (nicht bei Tonnentaschenfedernkernen), weil sie sich einer unebenen Unterlage nicht so gut anpassen. Außerdem können die Liegeeigenschaften vermindert werden, wenn der Druck des Körpergewichts nicht senkrecht von oben auf die Matratze wirkt.

Latex: Diese Matratzen bestehen aus Gummi und können aus synthetischen, gemischten oder natürlichem Latex hergestellt sein. Naturlatexmatratzen bestehen komplett aus Naturlatex, der aus dem Hevea-Brasiliens-Baum gewonnen wird. In der Endqualität sind die Unterschiede zu solchen aus synthetischen Latex gering. Es gibt zudem auch Mischformen. Latexmatratzen werden durch Vulkanisation hergestellt, indem die Latexmischung in eine Stahlform gegossen und anschließend erhitzt wird. Die in die Form eingearbeiteten Heizstifte ergeben die charakteristischen Löcher in der Latexmatratze, dem sogenannten „Stiftlatex“. Diese ist dadurch zusätzlich gut belüftet.

Vorteile:

  • sehr gute Anpassungsfähigkeit an Körperkonturen und Lattenroste
  • absolute Geräuschfreiheit
  • hervorragende Punktelastizität
  • sehr gutes Federungs- und Rückstellungsverhalten bei Liegeveränderung
  • bei entsprechender Pflege geringe Anfälligkeit für Milbenbefall

Nachteile:

  • Latexmatratzen mit hohem Raumgewicht sind teilweise sehr schwer und unhandlich.
  • teilweise leichter Eigengeruch aufgrund nicht perfekter Vulkanisation, kann aber nach kurzer Zeit verschwinden
  • je nach Zusammensetzung und Raumgewicht des Matratzenkerns stark unterschiedliches Alterungsverhalten.

 

Bitte beachten Sie: Jeder Mensch ist anders und hat unterschiedliche Vorlieben. Eine pauschale Kategorisierung ist daher nicht möglich. Nur durch eine individuelle Beratung lässt sich feststellen, welche Matratze Ihnen künftig traumhafte Nächte beschert!


Wichtige Punkte, auf die Sie achten sollten:

    • hochwertige Produkte sind geruchsneutral
    • der Matratzenkern sollte in ein Jersey-Trikot eingezogen sein
    • Raumgewicht ist das Gewicht pro Raumeinheit der aufgeschäumten Rohmasse. Dies wird meist als Kilogramm Rohmasse je ein Kubikmeter Schaumstoff vor dessen Weiterverarbeitung angegeben. Je leichter ein Schaumstoff ist, desto mehr wurde am Materialeinsatz eingespart, und desto kurzlebiger ist die Matratze.
    • gute und haltbare Matratzen sind niemals leicht – deswegen empfehlen wir für Erwachsene bei Schaummatratzen ein Minimum Raumgewicht von 50. Das RG steht für den Liegekomfort, sowie die Langlebigkeit einer Schaummatratze.
    • je höher das Raumgewicht, desto druckentlastender und anpassungsfähiger ist die Matratze
    • je leichter und niedriger der Federkern, desto so kurzlebiger und weniger anpassungsfähig.
    • Gute Bezüge bestehen nicht nur aus einfachem Tuch, sondern sind mit einem Vlies versteppt.
    • Bezüge sollten in „zwei Hälften“ teilbar sein, damit man Sie waschen kann. Der Matratzenbezug sollte nicht zu eng anliegen, da er sonst nach dem waschen nicht mehr passt.
    • Die Matratze sollte ausreichend starke Grifflaschen zum drehen und wenden besitzen.
      Die richtige Materialwahl ist stets von eigenen Befindlichkeiten und eventuellen Krankheiten abhängig.